Fragen zum Ablauf eines Coachings

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Vor Beginn des eigentlichen Coachings steht das gegenseitige Kennenlernen. In diesem (kostenlosen) Erstgespräch besprechen wir Ihre aktuelle Situation, den Anlass und Ihre Erwartung an das Coaching. Je nach Aufgabenstellung werde ich mögliche Herangehensweisen vorstellen und eine erste Einschätzung zur erforderlichen Coachingdauer, der Erfolgswahrscheinlichkeit und den Kosten geben. Gerne beantworte ich alle offenen Fragen.

Wenn Sie mit mir arbeiten wollen - und umgekehrt - erstelle ich ein schriftliches Angebot, das die Grundlage für unsere weitere Zusammenarbeit darstellt.

Der eigentliche Coachingprozess, der nach Auftragserteilung beginnt, gliedert sich meist (aber nicht zwangsläufig) in fünf Schritte:

1) Zieldefinition

"Wer das Ziel nicht kennt, wird auch den Weg nie finden." Also: Was genau wollen Sie mit dem Coaching erreichen? Zunächst genannte Zielvorstellungen werden in der Diskussion deutlich präziser und operativer. Oft auch werden zusätzliche Zielaspekte oder tiefer gehende Anliegen erst im Gespräch mit dem Coach klar. Ein Beispiel: Aus dem zunächst genannten Ziel "Ich möchte mein Führungsverhalten verbessern" werden nach der Diskussion eventuell die beiden Teilziele "Ich möchte meine Ungeduld im Gespräch mit Mitarbeitern besser in den Griff bekommen" und "Ich möchte meinen Mitarbeitern das Gefühl hoher Wertschätzung vermitteln" - damit kann man konkret arbeiten.

2) Positionsbestimmung

Wo stehen Sie heute, wie sieht Ihr Umfeld aus? Da jeder Mensch in verschiedenen "Systemen" lebt (z.B. Familie, Beruf, Kultur), ist es wichtig, den für die Zielerreichung erforderlichen Gesamtzusammenhang zu verstehen. Wie ist es zur aktuellen Situation gekommen? Standen Sie schon einmal vor ähnlichen Herausforderungen? Wie sind Sie damals damit umgegangen? Was würden Dritte über Ihre Situation sagen? Solche und ähnliche Fragen spielen hier eine Rolle.

3) Identifikation von Hindernissen

Auch wenn das Ziel realistisch und klar ist, kann es sehr schwierig sein, dorthin zu kommen. Der Grund dafür sind entweder äußere Umstände (z.B. Unternehmenshierarchie, Zeitmangel) und/oder Hindernisse, die in Ihnen selbst begründet liegen (z.B. ein Mangel an Motivation oder Selbstbewusstsein, hemmende Glaubenssätze). Wenn wir diese Faktoren erkennen, können wir Gegenstrategien entwickeln.
 

4) Erarbeitung von Optionen

Nachdem Ziel, Situation und eventuelle Hindernisse geklärt sind, können wir unter Berücksichtigung aller Faktoren konkrete Handlungsoptionen entwickeln. Dabei lassen wir uns z.B. durch die Betrachtung alternativer Sichtweisen und Analogien oder den Einsatz kreativitätsfördernder Methoden inspirieren. In der Diskussion mit mir entscheiden Sie selbst, welche Optionen Sie umsetzen wollen.

5) Umsetzung 

Gemeinsam erarbeiten wir die notwendigen Schritte und Zieltermine. Durch diese realistische Vorgabe und die damit verbundenen Zwischenziele stärken Sie Veränderungswillen und Selbstmotivation. Ihnen ist jederzeit klar, ob Sie weiterhin auf Erfolgskurs sind oder ob Korrekturmaßnahmen erforderlich sind. Vor allem bei komplexeren Veränderungsprozessen begleite ich meine Klienten während der Umsetzungsphase kontinuierlich, in anderen Fällen stehe ich jederzeit für ein begleitendes Zwischengespräch zur Verfügung. 

 

Den Abschluss des Coachings bildet die Erfolgskontrolle. Dabei reflektieren wir den Coachingprozess in seiner Gesamtheit, um eventuelle Lücken zu schließen und Optimierungspotenziale zu erkennen. Sie selbst vergleichen Ihre aktuelle Situation mit der Situation vor dem Coaching und erhalten dadurch Klarheit über den individuellen Nutzen des Coachings für Sie. 

Grundsätzlich ist die Dauer eines Coachingprozesses so individuell wie Ihre Herausforderung. Dennoch ein paar Hinweise zur Orientierung: Es gibt präzise Fragestellungen (z.B. Entscheidungssituationen), in denen der oben beschriebene Coachingprozess im Rahmen einer 2-3-stündigen Sitzung vollständig durchlaufen werden kann. In den meisten Fällen jedoch dauert ein Coaching, natürlich in Abhängigkeit von der Aufgabenstellung, etwa zwischen drei und acht Sitzungen mit einer Dauer von jeweils zwei Stunden. In besonders zeitkritischen Situationen, in der Zusammenarbeit mit Teams oder auch bei sogenannten "Schattentagen" (Begleitung eines Klienten am Arbeitsplatz) kann eine einzelne Coachingsitzung auch schon einmal einen ganzen Tag oder ein intensives Wochenende dauern.  

Eine Coachingsitzung bietet viele Impulse, die zum weiteren Nachdenken anregen. Dafür, und auch für eventuelle "Hausaufgaben", benötigen Klienten ausreichend Zeit, so dass zwischen Einzelsitzungen etwa zwei bis vier Wochen vergehen sollten. Aber es gibt auch Ausnahmen, z.B. wenn der Zeitbedarf für eine intensive Übung die Dauer einer Einzelsitzung übersteigt - dann sollten diese Termine möglichst nah beieinander liegen.  

Die Mehrzahl meiner Klienten bevorzugt ein Coaching in den eigenen Räumen, meist in einem ruhigen Konferenzraum oder Besprechungszimmer. Eine Sitzung direkt im Einzelbüro des Klienten ist wegen der zu erwartenden Ablenkungen nicht empfehlenswert. Auf Wunsch ist auch ein Coaching in externen Räumlichkeiten möglich.

Wenn Zeit ganz besonders knapp ist oder wichtige Termine im Ausland stattfinden, begleite ich meine Klienten auch schon einmal auf längeren Flugreisen. Manche Klienten nutzen kurze oder lange Auszeiten für Reflexion und Neuorientierung; in diesen Fällen begleite ich gerne auch am Ort der Auszeit.        

Ja. Ich spreche fließend Englisch und war viele Jahre im internationalen Umfeld tätig.  

100%ig vertraulich. Ich bin zunächst meinen direkten Klienten verpflichtet. Auch wenn Ihr Arbeitgeber das Coaching finanziert, sind Sie meine erste Bezugsperson. Nichts von dem, was wir besprechen, werden Dritte ohne Ihren ausdrücklichen Wunsch erfahren.

Je nach Aufgabenstellung verwende ich eine Reihe gezielter Methoden, die dabei helfen, zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen, unbewusste Zusammenhänge bewusst zu machen oder neue Gedankengänge zu stimulieren. Mein Repertoire an Methoden adaptiere und erweitere ich kontinuierlich. Ein paar Beispiele der von mir praktizierten, bekannteren Methoden und deren Anwendungsgebiete:

  • Positionsbestimmung: Fünf Säulen, systemische Aufstellung, Schattentag 
  • Diagnostik: Insights Discovery, Innere Antreiber
  • Perspektivenwechsel: Inneres Team, Leerer Stuhl, Rollenspiele
  • Motivation: 3-Komponenten-Modell, Selbstwirksamkeit
  • Visionsfindung: Fiktives Klassentreffen, Wunderfrage
  • Blockaden: Glaubenssätze, Reframing
  • Entscheidungen: Scoring, Paarvergleich
  • Kommunikation/Auftreten: Foto, Video

Die wichtigste Grundlage ist jedoch immer das entspannte und vertrauensvolle Gespräch, in dem ich den Klienten durch wirkungsvolle Fragen bei der Lösungsfindung unterstütze. Jeder Einsatz einer Methode wird individuell festgelegt, vor Anwendung erkläre ich meinen Klienten den jeweiligen Sinn und Zweck. Den Einsatz manipulativer Methoden lehne ich ab. Ich bin kein Mitglied einer Sekte oder sektenähnlichen Glaubensgemeinschaft, verbreite nicht deren Gedankengut und arbeite nicht nach deren Lehren oder Methoden.