Sehen Sie es doch einmal so: Da erhält eine aufstrebende Führungskraft eine neue Position mit großer Verantwortung. Hohe Erwartungen werden an diese Aufgabe geknüpft. Und was macht er daraus? Er überspielt die eigene Unsicherheit mit Aktionismus, ignoriert offensichtliche Know-how-Defizite, spielt den starken Mann und brüskiert wichtige Stakeholder mit unbedachten Handlungen. Ich nenne es das „Trump-Dilemma".

Sie sollten mehr lesen! Steve Siebold, der in seinem Leben 1.200 der reichsten Menschen der Welt interviewt hat, stellte bei seinen illustren Gesprächspartnern eine große Gemeinsamkeit fest: Alle diese zumindest finanziell sehr erfolgreichen Personen lesen viel und regelmäßig (mit Trump hat er wohl nicht gesprochen). Und dabei geht es weniger um Belletristik als vielmehr um Sachbücher. 

Wodurch haben Sie im Verlauf Ihrer beruflichen Karriere am meisten gelernt? Jede Wette, dass die offizielle betriebliche Weiterbildung dabei nicht allzu gut abschneidet. Kein Wunder, hat der Digitalverband Bitcom doch in einer repräsentativen Studie herausgefunden, dass Wissensvermittlung in Unternehmen überwiegend auf Präsenz-Seminaren oder e-Learnings basiert. Aber ist das noch zeitgemäß? Ich denke: Nein.