Sehen Sie es doch einmal so: Da erhält eine aufstrebende Führungskraft eine neue Position mit großer Verantwortung. Hohe Erwartungen werden an diese Aufgabe geknüpft. Und was macht er daraus? Er überspielt die eigene Unsicherheit mit Aktionismus, ignoriert offensichtliche Know-how-Defizite, spielt den starken Mann und brüskiert wichtige Stakeholder mit unbedachten Handlungen. Ich nenne es das „Trump-Dilemma".

Wer glaubt, Digitalisierung sei alter Wein in neuen Schläuchen, der irrt. Betrafen wichtige Innovationen in der Vergangenheit oft nur einzelne Marktsegmente, so ist Digitalisierung heute ein Massenphänomen mit dem Potenzial, alle Branchen und Märkte zu revolutionieren. Integriertes Denken und Handeln sind wesentliche Voraussetzungen, um in der digitalen Welt zu bestehen. Doch die Realität in deutschen Unternehmen sieht meist ganz anders aus.

Jedes größere Unternehmen führt sie mehr oder weniger regelmäßig durch: Mitarbeiterbefragungen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen Mitarbeitermotivation und –bindung gesteigert oder Unternehmenskommunikation und Führungsqualität verbessert werden. Dabei finden über 90% aller Befragungen anhand eines standardisierten, schriftlichen Online- oder Offline-Fragebogens statt - das kann nicht funktionieren. Zum Glück gibt es sinnvolle Alternativen.

Fast kein Monat vergeht, in dem nicht irgendeine neue Studie das Scheitern von IT-Projekten beleuchtet. Kein Wunder: Analysten gehen davon aus, dass 60-80% aller IT-Projekte das Ziel verfehlen. Die Ursachen sind gut bekannt, dennoch hat sich diese Misserfolgsquote in den letzten 20 Jahren nicht verbessert. Und das, obwohl jeder einzelne Projekttag schon bei mittelgroßen Vorhaben hohe fünfstellige Beträge kostet. Woran liegt das?

"Let's talk about Failure" - das ist das Motto der inzwischen weltweit stattfindenden "Fuckup Nights". In diesen Veranstaltungen, ähnlich einem Poetry Slam, erzählen junge Entrepreneure von ihren geschäftlichen Misserfolgen, gescheiterten Ideen und anderen Tiefschlägen. Zur großen Belustigung der vielen Zuschauer – und um anderen dabei zu helfen, ähnliche Missgeschicke zu vermeiden.